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Berichte Kadertraining
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Kadertreffen Rabenberg 2011 |
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11. bis 13. März 2011 Sportpark Rabenberg
Wieder einmal machten sich die sächsischen Kaderpiloten, sowie Trainerteam und Referenten auf den Weg zum Rabenberg für das jährliche Wintertreffen. Einige hochmotivierte Kadermitglieder reisten bereits zum Nachmittag an um sich sportlich zu betätigen. Nach dem gemeinsamen Abendbrot, lud Wolfgang Berger zum ersten Seminar mit dem Thema „ Risiko im Segelflug“ ein. Anhand vieler Beispiele wurden die physiologischen Grenzen des Menschen aufgezeigt und ein bewussteres Erkennen von Gefahrensituationen besprochen. Besonderes Augenmerk wurde auf das Thema der Außenlandung gelegt. Anschließend klang der Abend in gemütlicher Runde und interessanten Gesprächen aus.
Pünktlich um 9 Uhr startete der Samstagvormittag mit weiteren Vorträgen. Benjamin Schüch referierte über das komplexe Wesen des OLC und Michael Lucas erläuterte das Regelwerk der DMSt. Diese Themen sind zwar Grundlagen eines jeden modernen Segelfliegers, aber stellten mit Sicherheit vor allem für die neuen Kader nochmal einen Wissenszuwachs dar. Max Heilmann stellte die Möglichkeiten der Charterung des Förderflugzeug „WB“ vor, und Marcus Menge sorgte mit einer beeindruckenden Präsentation für eine gute Diskussionsgrundlage für das umfangreiche Thema AAT. Am Nachmittag begaben wir uns gemeinsam in die Sporthalle und versuchten beim Volleyball und Fußball die Folgen des Winters vom Körper abzuschütteln. Wenige ganz Verrückte spielten im Anschluss noch Squash und verpassten damit beinahe das Abendbrot. Der Abend hielt einen hochspannenden und emotionalen Teamwettbewerb beim Kegeln bereit. Diesen entschied am Ende deutlich das Team Menge, Heilmann F., Lucas, die Schuberts und Glende für sich.
Sonntagvormittag begeisterte Thomas Schubert uns mit einem super Vortrag zum Thema „Wetter“. Neben dem allgemeinen Verständnis von Wetterkarten zur Flugvorbereitung, wurde vor allem das Lesen von Temp-Diagramme geschult, und jeder hatte die Möglichkeit den Temp für seine Traumwetterlage zu zeichnen. Das gemeinsame Mittagessen stellte den traditionellen Abschluss unseres Wochenendes auf dem Rabenberg dar. Alles in Allem wieder eine sehr gelungene Aktion.
Max Heilmann D- Kader Fliegerclub Kamenz
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Schlechtwetterschlacht in Musbach
Mit nur leider 5 fliegbaren Tagen endete die Deutsche Meisterschaft der Junioren in Musbach.Auch an den Wertungstagen war das Wetter eher inhomogen, sodass das Dreierteam aus Sachsen, bestehend aus Christoph Spank (Aeroteam Klix), Thomas Schubert (AC Pirna) und Benjamin Schüch (Görlitzer FSC) seine Qualitäten kaum zeigten konnte. Der offene Teamflug mit 4 Flugzeugen (Dennis Behnke, genannt „Bonzai“, vom LSV Schneverdingen gehörte auch wieder zum Team) arbeitete bei der Qualifikation im Vorjahr nahezu fehlerlos.Dies sollte bei den Deutschen Meisterschaften nicht mehr der Fall sein:
Training
Bereits eine Woche vor Beginn der Pflichttrainingstage, brachen wir nach Winzeln auf, um das doch etwas „spezielle“ Gelände des Schwarzwaldes kennenzulernen. Das Wetter war einschließlich der Pflichttrainingstage nahezu optimal, sodass wir den Feldberg, den kompletten Südschwarzwald und auch die Schwäbische Alb erkunden konnten. Sogar ein 485km Flug war am ersten Pflichttrainingstag entspannt machbar. So waren wir optimal vorbereitet, inklusive Notlandefelder-Katalog im PDA. Doch pünktlich zum Start der Wertungstage hatte Mitteleuropa eine ausgeprägte Trogwetterlage erreicht.
 Startaufstellung
Wertungstag 1
Der Tag startete mit fast bedecktem Himmel, aber zum Nachmittag hin war ein fliegbares Fenster in Sicht, sodass wir letztendlich auf eine 2,5 Stunden AAT mit 130km Mindestwertungsstrecke losgeschickt worden sind. Die Warmluftadvektion machte Bonzai und Benny am meisten zu schaffen, sodass Benny kurz vor, und Bonzai in Winzeln landete. Für Christoph und Thomas lief der Tag ganz gut, sie ackerten kurz vor Musbach. Nur 2 Clubbies bekamen Geschwindigkeitspunkte, alle anderen Teilnehmer waren mit Rückholtouren beschäftigt. Tagesplatz 4 für Thomas, 16 für Christoph, 33 für Bonzai, 39 für Benny.
 Zwei Grinsebacken
Wertungstag 2
Wieder startete der Tag bedeckt mit viel Wind, dennoch bekamen wir ein 292km-Racing in den Norden an den Odenwald und durchs Kraichgau. Schwäbische Alb und Schwarzwald waren wegen Ausbreitungen und Überentwicklungen nicht nutzbar. Die Sportleitung bewies hier ein gutes Händchen der Streckenwahl, war die Strecke trotz schlechter Prognose und sehr tiefer Basis gut machbar. Zumindest für einige. Die Schlüsselstelle dieses Fluges war den Sprung aus dem Kraichgau (Flachland) auf den schlecht landbaren Nordschwarzwald. Benny hatte hier nicht gerade Glück, war er doch von allen vieren am schnellsten unterwegs, aber die Wolkenwurst schauerte leicht aus und zwang ihn zusammen mit den Holländern und 4 anderen Piloten auf ein Notlandefeld auf dem Schwarzwald, 25km vor dem Ziel. Er konnte die anderen Piloten dann etwa 15 Minuten später beim Endanflug beobachten. Bonzai erreichte auch nicht den Flugplatz, er ackerte kurz vor der Ziellinie. Thomas und Christoph meisterten souverän die anspruchsvolle Strecke und waren damit in der Gesamtplatzierung vorne dabei. Benny und Bonzai konnten nun befreit fliegen,da die vorderen Plätze in weite Ferne gerutscht waren.
Schwarzwaldacker
Wertungstag 3
Dieser Tag sollte allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben. Die Wetter-Jetzt PFD Karte für unseren Bereich war hellrosa bis rosa, dennoch bekamen wir als A-Aufgabe eine Racing-Task um Stuttgart. Nach einigen Diskussionen und Verschiebungen der Startbereitschaft wurden wir für ein 258er Racing an den Himmel gezogen. Die Streckenwahl ging Richtung Süden auf die Schwäbische Alb, obwohl aus dieser Richtung die Front kam, und die Basis da noch tiefer als in Musbach war. Hatten wir in Musbach noch 800m Basis, so war das Wetter an der Albkante sehr schwierig mit viel Wind und noch tieferen Arbeitshöhen. So landete unser Team auf dem Flugplatz Übersberg außen. Obwohl an diesem Tag alle Teilnehmer außengelandet sind, verloren Thomas und Christoph ihre guten Platzierungen, da jeder geflogene Kilometer fast 4 Punkte in der Wertung brachte. Wir lagen bei Kilometer 93, die besten steckten kurz vor Musbach bei Kilometer 255 im Acker. Leider ging an diesem Tage auch eine LS 8 komplett kaputt, da eine „Landung“ in einem unlandbaren Schwarzwald-Tal durchgeführt wurde. Dem Piloten ist dabei nichts passiert. Nach diesem Tag war die Stimmung unter allen Teilnehmern recht mies. Dies zeigte sich u.a. im OLC, wo ein paar Piloten ihre Flüge kommentierten.
Wertungstag 4
Nach 4 Tagen gefühlten Dauerregen endlich mal wieder ein Tag mit Sonnenschein, aber auch dieser sollte nicht einfach sein. Es gab ein AAT mit 3:30h Richtung Norden, bei einer ähnlichen Streckenführung wie am 2. Wertungstag. Wieder war es sehr schwierig im letzten Teil der Strecke auf den Schwarzwald zu kommen. Dennoch sind wir diesmal alle heimgekommen, Bonzai und Benny überflogen zum ersten Mal das Zielband im Wettbewerb. Den schnellsten Schnitt unseres Teams erreichte Bonzai mit 63,9 km/h. Tagessieger Alex Späth war allerdings mit 76,7 km/h unterwegs. Also wieder nix mit vorderen Plätzen.
Sehenswert: Route über Sinsheim
Wertungstag 5
Ein sehr interessanter Tag, mit feinsten Warmluftgeblubber, Abschirmung und niedriger Basis. 2h-AAT mit einer Mindestwerungsstrecke von 99 km gab es als Aufgabe. Nach 2,5 Stunden Kampf und einer Fast-Außenlandung in Winzeln erreichten wir Musbach, allerdings mit dem langsamsten Schnitt an diesem Tag. Aber immerhin nicht unter den 10 Außenlandern des Tages.
 Auf gehts! (Manche brauchen halt 3 Starthelfer)
Fazit
Trotz mancher fragwürdiger Entscheidungen der Wettbewerbsleitung verbleibt in den Köpfen die gute Stimmung und das angenehme Miteinander aller Piloten. Weiterhin sehr positiv war das sehr sichere Fliegen auch in großen Pulken, ein deutlicher Fortschritt zur Hahnweide 2008. Leider hat sich Musbach nicht wirklich WM-tauglich präsentiert. Da muss vor allem im Bereich der Infrastruktur und kulturelles Engagement noch viel verbessert werden. Wir wünschen auf alle Fälle viel Glück und besseres Wetter für die Ausrichtung der Junioren-Weltmeisterschaft 2011.
Abschließend ein großer Dank an unsere Helfer.
(v.l.n.r.: Heinza, Martina, Carsten, Ingo und Felix)
Benjamin Schüch D-Kader Sachsen
Weitere Infos:
Offizielle Homepage der DSMJ2010
Blog von Ingo
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Sächsischer D-Kader erfolgreich auf Polnischer Staatsmeisterschaft
Vom 3.-13.6.2010 fand in Zielona Gora die Polnische Staatsmeisterschaft in der Standardklasse im Segelflug mit 59 Teilnehmern statt. Darunter 5 Mitglieder des sächsischen D-Kaders und ihr Trainer. Aus dem Fliegerclub Kamenz nahmen Falk Wettig (22), Tom Schubert (24) und Max Heilmann (20) teil. Vom Aeroclub Pirna flog Thomas Schubert (25) mit, und das Aeroteam Klix wurde von Christoph Spank (25) und Trainer Ingo Trentelj vertreten. Für alle Junioren war es die Premiere auf einem Standardklasse Wettbewerb, und eine wunderbare Möglichkeit wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
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Gemeinsame Streckenplanung
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Direkt am ersten Tag präsentierte sich das polnische Wetter von seiner besten Seite, Cumulusthermik, Basishöhen um 1300m und gute Steigwerte ließen die Pilotenherzen höher schlagen. Einfach war es dennoch nicht, immer wieder durchsetzt von kniffligen Momenten musste jeder sein Können beweisen. Fehlentscheidungen konnten schnell dazu führen, dass man von einem Pulk Jantare überrollt wurde. Am 2. (Renn-) Tag die längste Strecke über 420km, mit einem 103km/h Schnitt landete Ingo Trentelj auf dem 13. Platz. Es war der einzige Tag ohne Außenlandung der Sachsen!
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Starterfeld bei Traumwetter und über 420km Racing-Task
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Der 3. Tag ließ die letzte Wende und den Endanflug unter einer Cirrusabschirmung zum Geduldsspiel werden, Ingo hätte den (Vor-)Gartenzwerg verdient, abgerüstet wurde auf dem Standstreifen der Schnell-straße. Bester Sachse war Falk Wettig auf dem 13. Platz. An Tag 4 wurde das Feld mit 45km/h Westwind gen Osten geschickt, wer keinen Anschluss an die 50km lange Wolkenstraße gegen den Wind bekam und unter der Basis lang schießen konnte, musste landen.
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Polnische Wälder sind groß
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Auch an Tag 5 spielten Abschirmungen eine wichtige Rolle, Max Heilmann erkannte die Situation schnell genug und machten sich auf den Heimweg (8. Platz!), andere mussten ins Weizenfeld - zum Glück ohne Schaden.
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Tag 6 war ein Genuss für den Meteorologie Studenten Thomas Schubert. Tom Schubert hatte Geduld und stieg mit 0,3m/s durch die Inversion bis zu 600m über die Basis, gleichzeitig boten eine Reihe von Gewitterzellen über dem Riesengebirge ein tolles Panorama beim Flug zur 2. Wende. Ganz nach dem Motto: je kürzer die Strecke desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Außenlandung, umrundetet der Trainer die 157km (AAT) mit 109km/h (3. Platz!).
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Die Hängerrallye am 7. Tag filmten die Polen sogar aus dem Helicopter. Nur 2 von 51 Piloten schafften mit Glück die Aufgabe, alle anderen, darunter auch wir, schwitzten bei 30°C auf staubigen Äckern umgeben von Stechfliegen. Nachdem an diesem Tag 3 Flieger kaputt gingen, stand die Wettbewerbsleitung am nächsten Tag im Kreuzverhör und neutralisierte schließlich den 8. Tag, als alle Flieger in der Luft waren. Die anfangs niedrigen Wolkenuntergrenzen, schlechte Sicht und starker Wind ließen keinen risikofreien Wertungstag zu. Dennoch wurde von 2 Piloten der Tag fliegerisch genutzt. Das Wetter besserte sich und jeweils ca. 250km legten Christoph Spank und Thomas Schubert unter einer 70km langen Wolkenstraße im Jo-Jo zurück. Ein schöner Abschluss. Die insgesamt 14 Außenlandungen der sächsischen Piloten folgten meisten guten Äckern, die auch gern mehrfach genutzt wurden und damit Schwärmen von Mücken eine gute Nahrungsgrundlage lieferten. Leider war die Verständigung auf dem Land sehr schwierig, dafür gab es viel zu sehen, ob es der sternhagelvolle Radfahrer ist, der gegen eine Mauer torkelt und nach dem Abrüsten immer noch an gleicher Stelle rumliegt, oder die junge Polin mit körperbetonter Kleidung, bei der man sich nicht sicher war auf was (oder wen) sie wirklich an der Bushaltestelle gewartet hat. Im Großen und Ganzen schafften es die sächsischen Junioren konstant gut zu fliegen und mit den lokalen Piloten mitzuhalten. Aus diesem Grund erreichten sie auch gute Platzierungen im Mittelfeld. Max Heilmann belegte Platz 22 und wurde als bester Junior geehrt. Tom Schubert erreichte Platz 27, Thomas Schubert wurde 28., Falk Wettig 31., Christoph Spank 38. (nur 5 WT geflogen!), und Ingo Trentelj Platz 45 von 59 Teilnehmern.

Gruppenbild zur Siegerehrung
Der Wettbewerb war super organisiert und man hat unter den polnischen Piloten viele neue Freunde gefunden. Die Gastfreundschaft war wirklich klasse. Diese Meisterschaft hat bei uns allen viele bleibende Eindrücke hinterlassen. Hoffentlich bis nächstes Jahr!

Starterfeld mit Cb´s im Hintergrund
Thomas Schubert
D-Kader-Sachsen
Weitere Berichte und Bilder
http://www.trentelj.de/17515.html
http://www.azl.pl/szybowce/SMP2010/html/smp_news.php
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Kadertreffen Rabenberg 2010 |
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Kadertreffen Rabenberg 12.03. bis 14.03. 2010
Das alljährliche Treffen der sächsischen Nachwuchspiloten fand wieder im Erzgebirge statt. In verschneiten 913m kamen Trainer, Referenten, D/E-Kader und solche die es mal werden wollen zusammen. Gemeinsam verbrachten wir ein Wochenende um uns zumindest im Kopf, auf die bevorstehende Saison 2010 vorzubereiten.Hier zwei Erlebnisberichte.
„Ich habe aus diesem Wochenende unheimlich viel mitgenommen, was mir hilft, meine ersten größeren Strecken vorzubereiten und zu meistern.“ – Nicole Rabold –
Ich war das erste Mal als Neuling dabei. Noch nicht im Kader, jedoch am Strecken- und Wettbewerbsfliegen interessiert, wurde ich von Ingo eingeladen, um dieses Jahr am Kadertreffen teilzunehmen. Am Freitag nach dem Abendbrot bekamen wir schon die ersten Vorträge zu hören. Gehalten von Uwe Augustin und Benjamin Schüch, zum Thema Wettbewerbsfliegen und Analyse von Wettbewerbsaufgaben, Wetterbedingungen und Wertungstagen. Am Abend saß man dann in lockerer Runde beim Bier, ich natürlich Cola. Der Samstag wurde dominiert von einem hochkarätigen Gast vom Institut für Flugführung der TU Braunschweig. Falk Pätzold referierte über „Sinn und Unsinn von Tuningmaßnahmen“ an Segelflugzeugen. Etwas Theorie der Aerodynamik, Erfahrungsberichte und viele Messungen aus der Praxis brachten Licht ins Dunkel. Die Vortragsreihe war sehr spannend, informativ und hat auch einige Wissenslücken gut gefüllt. Am Nachmittag berichtete Frank Adam über seinen Außenlandeunfall beim Wettbewerb auf dem Hornberg. Dies war für mich sehr lehrreich, auch die Diskussion im Anschluss zu Prävention von weiteren Unfällen. Danach war Sport angesagt. Die Jungs haben sich in der großen Halle am Fußballspiel erfreut. Simone und ich haben uns in der Squash Box sportlich betätigt! Der Tag ging dann gemütlich wieder in netter Runde zu Ende. Für den Sonntag war Dr. Manfred Materne angereist, der über das Mentale Training und deren Einfluss auf den Erfolg beim Segelflug referierte. Ganz locker mit Denkaufgaben und Praxisbeispielen belebte Manfred seinen Vortrag sehr. Ich habe aus diesem Wochenende unheimlich viel mitgenommen, was mir hilft, meine ersten größeren Strecken vorzubereiten und zu meistern. Vielen Dank an die Organisatoren, unseren Trainer und vor allem die Referenten. Es war ein super Wochenende mit vielen nützlichen Informationen, Tipps und Tricks!
Nicole Rabold (Aeroteam Klix)
„Es machte auf mich großen Eindruck, wie viele Flugstunden und Streckenkilometer die meisten D–Kaderpiloten bereits geflogen haben und welch gute Wettbewerbserfolge errungen wurden. Da wurde klar, dass ich dort auch hin will…“ – Marcus Menge –
Zum diesjährigen Kadertraining fanden sich der D/E–Kader und einige Wildcardbesitzer auf den schneebedeckten Rabenberg ein. Alles in allem waren wir 20 begeisterte Luftsportler aus allen Regionen Sachsens. Nach dem Beziehen der Zimmer, sehr komfortabel, und dem Abendbrot begann die erste Unterrichtseinheit von 19:00 bis 21:00. Zu Beginn machten wir uns untereinander bekannt. Ingo hatte dazu eine kleine Präsentation vorbereitet. Darauf waren die Erfolge und Erfahrungen jedes Piloten abgebildet. Es machte auf mich großen Eindruck, wie viele Flugstunden und Streckenkilometer die meisten D–Kaderpiloten bereits geflogen haben und welch gute Wettbewerbserfolge errungen wurden. Da wurde klar, dass ich dort auch hin will und dort hin muss um in den D-Kader zu kommen. Danach referierte Uwe Augustin über Aufgabenformen bei Wettbewerben. Das Hauptaugenmerk lag bei AAT’s. Besonderheiten erläuterte er anhand einer Tageswertung bei der DM in Winzeln 2009. Dies fand ich äußerst interessant, da ich ab dieser Saison auch auf Wettbewerben unterwegs sein werde und mich bis dato noch nicht so intensiv mit allen Regeln beschäftigt habe. Danach analysierte unser Schüch, Benjamin unter ähnlichen Gesichtspunkten eine Tagesaufgabe bei der Quali auf dem Hornberg 2009 am Vergleich mehrerer Flüge. Nach getaner Arbeit gingen wir geschlossen auf ein Bier oder Kirschsaft in die Kneipe und diskutierten die Themen des Unterrichtes noch in feucht fröhlicher Runde bis spät in die Nacht. Samstagmorgen ging unser straffes Programm mehr oder weniger gut ausgeschlafen weiter. Falk Pätzold unterrichtete uns über Sinn und Unsinn von Tuningmaßnahmen. Dabei brach so manche Welt für den einen oder anderen zusammen. Ein kleines Beispiel: Putzen und Polieren ist zwar gut für den Lack, aber aerodynamisch wenig hilfreich, da ab einer gewissen Oberflächenrauheit die Grenzschichteigenschaften nicht weiter verbessert werden. Auch Staub hat so gut wie keinen Einfluss. Es ist schon verdammt frustrierend so etwas zu hören, wenn man immer penibel darauf bedacht war, kurz vorm Start nochmal die Fläche zu reinigen. Falk meinte nur: „Wenn es euch mental hilft, dann macht.“ Eines ist ebenso interessant gewesen: Die Lüftung kann ruhig immer offen bleiben, denn abhängig vom Flugzeugtyp ergaben die Messflüge kaum Verschlechterung teilweise sogar Verbesserung der Gleitflugeigenschaften. Der Effekt ist zwar noch nicht vollständig geklärt, aber ein Fazit steht jetzt schon fest: „Wer im Endanflug schwitzt, kann ruhig die Lüftung aufmachen.“ Im Weiteren erfuhren wir mehr über Vor- und Nachteile von Winglets, Querruderendscheiben, Mückenputzer und vieles mehr. Im Großen und Ganzen sind aerodynamische Verbesserungen eine Abwägung zwischen Reduzierung des einen Widerstandes und dafür Erhöhung eines Anderen. Die meisten Tuningmaßnahmen sind aber eher mentale Unterstützung für den Piloten, denn wirkliche Verbesserungen der Flugleistungen und Flugeigenschaften entstehen nur in sehr geringem Maße. Wer seine Flugleistung wirklich verbessern will, sollte immer daran denken, dass das gleitzahlstreckende Element immer zwischen den Flächen sitzt. Im Anschluss berichtete Frank Adam über seine Erlebnisse auf dem Hornberg. Wir Kaderneulinge waren nicht so sehr mit den ganzen Umständen vertraut. Aber ich denke jeder Einzelne hat etwas daraus gelernt. Passieren kann jedem etwas bei einer Außenladung. Schlecht ist nur, wenn man vorher Fehler macht, die den Piloten zusätzlich unter Stress setzen.Nun kam der sportliche Teil der Veranstaltung: Fußball. Manch einer hatte da schon mit der Kondition zu kämpfen und hat gern im Tor gestanden. Anschließend zur Entspannung noch Schwimmen und Sauna.Wie am Vorabend endete auch dieser spannende Tag in geselliger Runde. Wieder einmal wurde viel gefachsimpelt und sich ausgetauscht. Wir “Neuen“ hörten den Erfahrenen gespannt zu. Der Abschlussabend war relativ früh zu Ende, die Letzten gingen wohl gegen eins. Ich denke die Mehrzahl von denen, die diesen Abend früh gegangen sind, mussten noch ein wenig Schlaf vom Vorabend nachholen. Anbei noch einen Dank an die nette Dame hinter der Bar. Sie hat mir sogar noch zu später Stunde paar Schnittchen gemacht.  Am Sonntag verdeutlichte uns Manfred Materne, dass die mentale Stärke entscheidenden Anteil am Erfolg oder eben am Misserfolg hat. Sie ist genauso entscheidend, wie das fliegerische Können und das Fluggerät mit dem man einen Wettbewerb antritt oder auf Strecke geht. In diesem Sinne: Positiv denken, negativ wölben. 
Das war unser Wintertraining auf den Rabenberg. Ich wünsche allen Segelfliegern eine erfolgreiche Saison 2010. Vielen Dank an unseren Ingo mit Frau Simone, Uwe Augustin, Falk Pätzold, Manfred Materne und allen anderen, die zu diesem tollen Wochenende beigetragen haben.
Beste Fliegergrüße
Marcus Menge(FC Langhennersdorf)
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Kadertraining Görlitz 2009 |
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Sommertreffen des sächsischen D/E Segelflugkaders in Görlitz
Wie jedes Jahr bietet der Landesluftsportverband Sachsen im Rahmen der Nachwuchsförderung für insgesamt 20 sächsische Kaderjunioren ein Winter- und ein Sommertraining an. Während im Wintertraining Theorie und sportliche Betätigung im Vordergrund stehen, wird im Sommertraining das Wettbewerbsfliegen trainiert.In diesem Jahr entschied man sich, das Kadersommertraining in Görlitz, auf dem östlichsten Flugplatz Deutschlands durchzuführen. Der dort ansässige Görlitzer Flugsportclub e.V. richtete das Training aus, und unterstützte die Trainer und Junioren in allen Bereichen. So wurden Unterkünfte, Verpflegung und der Flugbetrieb sichergestellt. Als Trainer fungierten Martin Dietze vom FC Großrückerswalde, Jörg Scharbatke von der LSG Kamp-Lintfort und Ingo Trentelj vom Aero Team Klix. Insgesamt 10 sächsische Junioren aus dem D/E Kader nutzten das Angebot und reisten am Pfingstsonntag erwartungsvoll in Görlitz an. Leider war die Woche nach dem Pfingstfest im Ostteil von Deutschland von sehr schlechtem Wetter geprägt, währenddessen im Südwesten von Deutschland große Strecken geflogen werden konnten (siehe Deutsche Meisterschaften in Winzeln und Ahlen). Aber vom schlechten Wetter ließen sich die Junioren keineswegs die Laune verderben und versuchten das Beste daraus zu machen. Am ersten Tag (Pfingsmontag) konnten wir aufgrund der niedrigen Basis und abschirmender Bewölkung nur ein 108 km Vieleck ausschreiben. Die Junioren wurden auf die Trainer aufgeteilt und schon konnte es losgehen. Geflogen wurde im Grand-Prix Stil; es gab kein Abflugfenster, sondern eine einheitliche Startzeit. Trotz einiger Bodenakrobatik konnten fast alle die Aufgabe erfolgreich beenden. Max Heilmann vom FC Kamenz musste in Platznähe zu den Kühen gehen. |

Max Heilmann(FC Kamenz) und Martin Dietze (FC Großrückerswalde) bei der Flugvorbereitung
| Der zweite Tag fing ähnlich an wie der Pfingstmontag, nur das die Vorhersagen unseres Metrologen Thomas Schubert (AC Pirna) etwas schlechter waren, und das Wetterfenster noch länger auf sich warten ließ. Nach gemütlichen Mittagessen beim Amerikaner des Vertrauens (auch „ MC Donalds“ genannt) bauten wir das Starterfeld auf. Da wir erst um 16.00 lokal starten konnten, war es nicht mehr möglich, im Teamflug eine Aufgabe zu fliegen. Deshalb war „freies“ Fliegen angesagt. Benjamin Schüch vom einheimischen Görlitzer FSC konnte auch an diesem Tag die 100 km Marke knacken. Wahnsinn! |

Metrologe Thomas Schubert (AC Pirna) in der RX
| Leider war dies der letzte fliegbare Tag im Training, sodass wir uns bis Freitag mit anderen Dingen beschäftigen mussten. Sehr interessant war die Führung in der am Flugplatz ansässigen Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Von Messgeräten, die die Radioaktivität in der Luft messen, bis hin zur Wolkenbasismessung wurde uns alles anschaulich erläutert. Ein weiteres Highlight war der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und zwei EU Parlamentariern aus Polen und Deutschland. Sie landeten auf dem Flugplatz Görlitz, um in der Stadt Wahlkampf zu betreiben. |

Gruppenfoto vor der Mi-8
Besuch von Angela Merkel
| Die Wettervorhersagen verschlechterten sich von Tag zu Tag immer mehr, sodass wir uns am Donnerstag theoretisch mit Area Tasks auseinandersetzten und beim Go-Kart fahren die Sau raus ließen. Mit einem gemütlichen Abschlussabend beendeten wir das diesjährige Training. Besonderer Dank geht an die Trainer, sowie unseren Schlepppiloten Lothar Büchner vom Görlitzer FSC, der die ganze Woche für uns zur Verfügung stand. |
 F-Schlepp vor dem Görlitzer Hausberg "Landeskrone"
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Mal schauen, wo es nächstes Jahr hingeht. Ideen und Vorschläge, wie z.B. das Training in der Republik Polen unter Wettbewerbsbedingungen durchzuführen, wurden bereits geboren. Und die Unterstützung der Sportfachgruppe Segelflug wurde durch den sächsischen Segelflugreferenten Heinz-Dieter Schüch zugesichert.
Benjamin Schüch (Görlitzer FSC)
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