Kadertraining in Zwickau, die Zweite

Aus den positiven Erfahrungen von 2015 heraus, war an Himmelfahrt 2016 auch wieder Zwickau der Ort der Wahl für das Training des Segelflug-D-Kaders Sachsen. Wieder einmal waren alle 5 Tage vom 4. bis 8. Mai durchweg fliegbar, wenn auch wieder mit stark unterschiedlichem und herausforderndem Wetter.

Am Mittwoch ging es mit einer spannenden Wetterlage los. Zwickau stand genau an der Grenze zwischen einer homogen guten Luftmasse im Westen und einer zu feuchten im Osten. Wir konnten deswegen erst um 13:30 die ersten Starts losschicken und den Versuch nach Westen in das gute Wetter zu fliegen beginnen. Für alle sollte sich der Tag als sehr erfolgreich herausstellen. Das 3er Team Jantar aus der 9, II und M4 konnte in 6 Stunden Flugzeit das 500km-Dreieck Zwickau-Bad Kissingen-Nordhausen schließen. Es gab nur 2 Außenlandungen in relativ kurzer Entfernung zu Zwickau. Für die Heimkommer war der Endanflug auf Zwickau besonders interessant. Die feuchte Luftmasse stand auf der gleichen Linie, wie schon mittags und war thermisch schon tot. Es haben sich aber in geringer Höhe unter einer staken Abschirmung einzelne dünne, flache Cumuli gebildet, welche dann einen Endanflug über den Wolken verursachten. Ein sehr eindrucksvolles Bild.

Donnerstag war Gebirgstag. Auf Erzgebirge und Thüringer Wald konnten die Strecken vom Vortag zwar nicht überboten werden, aber es wurde die 400km-Marke geknackt und die Liga-Schnitte erhöht. Das schwierigere, da feuchtere Wetter forderte jedoch seinen Tribut. 7 Außenlandungen waren es am Tagesende. Einige sind am Nachmittag, andere erst abends auf den Acker gegangen. Die Rückholung musste dann spontan organisiert werden, da wir kein „Bodenpersonal“ hatten. Gegen Mitternacht waren wieder alle in Zwickau.

Freitag war Warmlufttag und mangels der Möglichkeit große Strecken zu fliegen wurden AAT-Aufgaben trainiert. Es wurde eine 2,5h-Aufgabe ausgeschrieben: Zwickau-Olbernhau-Adorf-Zwickau, Tonnen jeweils mit 25km Radius. Tagessieger war Max Heilmann auf der frisch lackieren LS1-d „39“. Es gab keine Außenlandungen. Samstag war für die meisten die Tagesaufgabe Bundesliga. Auf Strecken jenseits der 400km wurde in Richtung Riesengebirge der 100km/h-Ligaschnitt mit Leichtigkeit geknackt. Den höchsten Schnitt legte Max Heilmann auf der „39“ mit 129,16 km/h und 131,13 Speedpunkten vor.

Entgegen allen Erwartungen konnten Sonntags die Ligaschnitte nochmal erhöht werden. Strecken entlang der sehr gut ausgebildeten Wolkenstraßen ermöglichten Schnitte jenseits der 130 km/h. Spitzenreiter war wieder Max Heilmann, diesmal aber auf dem Jantar Std. 3 „9“, mit 134,33 km/h und 133,33 Speedpunkten. In Summe war es wieder ein sehr lehrreiches und anspruchsvolles Trainingslager. In Summe wurden in 63 Starts 21300km Strecke erflogen. Eine schöne Zahl! Der gesamte Kader bedankt sich beim AC Zwickau für die tolle Zeit! Vielleicht sogar nächstes Jahr wieder?

Text: Tom Kurzbach; Bilder: Tom Schubert, Markus Uhlig, Tom Kurzbach